Montag, 6. Februar 2017

18th century dress: Change of plans + the pockets (Part 3)

Part 1: Chemise à la Reine: Inspiration
Part 2: 1780s stays

Wie vielleicht schon bemerkt wurde, habe ich laaange nichts mehr über mein Rokoko-Projekt gepostet. Das mag vielleicht an meiner fehlenden Motivation liegen und an der Tatsache, dass nichts so funktionierte, wie ich es mir vorgestellt hatte.
Die Chemise à la Reine selbst besteht nur aus einem Schnittteil (plus natürlich die Ärmel und die Träger, die wie bei jedem Kleid aus dem 18. Jahrhundert einzeln angenäht wurden), das ich auch schon fertig zugeschnitten und zusammengerafft hatte. Jedoch sah das Ergebnis so unpassend und unvorteilhaft aus (wahrscheinlich war der Stoff etwas zu dick dafür) und so gar nicht wie eine elegante, leicht fließende Chemise, dass ich den Stoff frustriert zurück in meine Stoffkiste warf und nie wieder anrührte.
Daran sollte es meiner Meinung nach aber nicht scheitern. Da ich jedoch einen anderen wunderschönen Stoff bei mir herumliegen habe, der sich auch bestens für ein Rokokokleid (besser gesag, für eine Robe à la Polonaise) eignen würde, habe ich mich entschlossen, den weißen Stoff der Chemise als Unterkleid zu nutzen, um den Verlust nicht ganz so hoch zu halten.
Welchen Schnitt ich nutzen werde, ist noch nicht ganz klar. Vielleicht entnehme ich es dem Patterns of Fashion Buch, mal sehen.

So as you may have thought, my 'Chemise à la Reine'-project is in kind of a crisis, which is due to the lack of motivation and the fact that nothing turned out the way I wanted. Actually, when trying on the chemise, it just looked terrible. Too bulky and loose-fitted.
So sadly this project found its way back to my fabric box and was never to be seen again.
So now that my motivation's come back, I'd like to start this project all over again. But instead I'm making a Robe à la Polonaise, which is one of my favourite styles of this era.
And in order to save money and time, I'll use the fabric that was meant for the Chemise as an underskirt.
I'm not sure yet, what pattern I will use for this dress - probably the one that is in Janet Arnold's Patterns of Fashion I.

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Womit ich jedoch schon angefangen habe, sind die Taschen, bzw. die Tasche - ich habe bisher nur eine angefertigt. Den Schnitt entnahm ich aus dem schon oben genannten Buch und veränderte ihn ein wenig nach meiner Vorstellung.
Da ich im Moment etwas mehr Zeit für mich habe, entschloss ich mich, selbst ein passendes Motiv zu erstellen und die Tasche dann zu besticken. Meine Inspiration für das Muster können hier, hier und hier eingesehen werden.
Die Ranken der Blumen wurden mit einem Kettstick gestickt, die Blätter und Blüten mit einem Plattstich.
Für das Sticken habe ich insgesamt 2 Tage gebraucht! Hätte ich mehr Übung, wäre das sicher auch schneller gegangen.

Something that surely is an important part of an 18th century gown are the pockets - I just made one pocket for now. I took the pattern from Patterns of fashion (again!) and altered it a little.
As I was super motivated lately, I chose create a pattern and to embroider it onto the pockets. I took my inspiration from thisthis and this page. For the stems I used a chain stitch and a satin stitch for the leaves and the flowers.
It took my about 2 days in total to finish this design, but I think it was worth it! 






Insgesamt besteht die Tasche aus drei Lagen - das Vorderteil aus der Stickerei und einem weiteren Stoffteil, damit die Innenseite der Stickerei beim Gebrauch geschont wird.
Den Schlitz und den äußeren Rand habe ich mit Schrägband gesäumt. Dafür habe ich die eine Schrägband-Kante auf die Hälfte getrimmt und dann angenäht. Somit hatte ich nur einen 0,5mm breiten Rand, was ich wesentlich schöner finde.
In front part of the pocket consists of two layers in order to protect the embroidery and give everything more stability. For the slit and the sides I used some bias binding that was trimmed to 0,5mm, as it would look better that way than in its regular 1cm-wide size.
Then the only thing left to do was adding bias binding for the waistband.
Aand here you go...




Freitag, 3. Februar 2017

Mein zweiter Strickversuch

Nachdem mein erster Strickversuch so gut geklappt hatte, wollte ich schon sofort mit einem nächsten Projekt beginnen. Und da es im Internet nicht an inspirierenden Fotos und Denkanstößen mangelt, stieß ich auch direkt auf etwas, das mir zusagte. Was ich fand, war eine turban-ähnliche Mütze, die letzten Endes nur aus einem langen rechteckigen Teil besteht, dass an den Enden und seitlich zusammengenäht wird. Hier meine Inspiration mit einem kleinen Schaubild zur Verdeutlichung:
Quelle
Ich kann hier aber nochmal erklären, wie ich vorgegangen bin:
Wie auf dem Bild vielleicht erkennbar ist, besteht diese Mütze aus einem langen Rechteck. Es sollte etwa so breit sein, wie die Länge vom Mittelpunkt des Kopfes bis hin zur Stirn. Für mich persönlich hatte ich 44 Maschen als die passende Länge ausgemacht. Beim nächsten Mal würde ich vielleicht 2-3 Maschen weniger nehmen. 

Die Maschenreihen waren folgendermaßen aufgebaut:
1 Randmasche, 2 rechten Maschen, dann immer abwechselnd 4 linke und 4 rechte Maschen, und am Ende 2 linke Maschen und eine Randmasche.
Meine Stricknadeln hatten eine Stärke von 5½.

Wie viele Reihen ich gestrickt habe, habe ich nicht mitgezählt. Jedoch muss das Rechteck im gestreckten Zustand genau so lang sein, wie der doppelte Umfang des Kopfes. Zufällig bin ich mit einem Garnknäuel mit eine Länge von 200m genau hingekommen!

Wie schon gesagt, habe ich am Ende das Teil an beiden Längen und etwa 12 cm entlang der Seite zusammengenäht.

An sich war es ein super entspanntes und unkompliziertes Projekt und insgesamt gefällt mir das Endergebnis besser, als ich erwartet hätte.







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